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Deutsch, Linguistik, Übersetzung

Doktor-VOR-arbeit eingereicht

04.11.2010 | 9 Kommentare

Imagen del libro «La Dignidad e Igualdad de las Lenguas»

Endlich ist es vorbei, dieses lange Jahr des Schreibens und Kopfzerbrechens… Meine erste Forschungsarbeit [ansehen], die ich im Rahmen meines Doktorats an der Universität Las Palmas de Gran Canaria eingereicht habe, thematisiert sprachliche Diskriminierung in den deutschsprachigen Gebieten.

Was damit gemeint ist?

Wie alle wissen, bietet das Deutsche eine breite Vielfalt an Mundarten, die allesamt gleichwertig sind. Es gibt keine besseren, schlechteren, schöneren oder hässlicheren Dialekte, wie der Autor im o. g. Buch beweist. Alle können zur offiziellen Landessprache „erhoben” werden, so wie es einst mit dem Niederfränkischen in den Niederlanden und dem Moselfränkischen in Luxemburg geschehen ist. Auch das Hochalemannische in der Schweiz ist auf gutem Wege dahin (wenn man es nur mehr schreiben würde…).

Das Standarddeutsche (nicht das Hochdeutsche, das erkläre ich in meiner Forschungsarbeit) selbst ist aus den mitteldeutschen Dialekten hervorgegangen, wobei es jedoch auch Einflüsse aus den oberdeutschen Dialekten erfahren hat. Martin Luther, der aus Sachsen-Anhalt kam, hat durch seine Bibelübersetzung dazu beigetragen, seine Sprache in den ganzen deutschen Ländern zu verbreiten. Dadurch wurde das in Norddeutschland gesprochene Niederdeutsche (auch Plattdeutsche) nach und nach vom sich etablierenden Hochdeutschen verdrängt.

In meiner Forschungsarbeit – die ich zwar auf Spanisch geschrieben habe, die aber viele Zitate und deutsche Beispiele enthält ­­– analysiere ich das oben gezeigte, auf Spanisch geschriebene Buch über sprachliche Diskriminierung dahingehend, dass es ins Deutsche „übertragen” werden kann. Das geht leider nicht durch eine einfache Übersetzung, da die Beispiele aus dem Spanischen einem Deutschsprechenden wenig weiterhelfen würden. Ich habe diese in meiner Arbeit durch Beispiele aus dem Deutschen ersetzt, um in meiner Dissertation dann ein komplettes Buch zu schreiben, das in seiner Struktur auf dem o. g. Buch basiert. Der Autor des Buches ist begeistert von dem Vorhaben.

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