Koreanisch wird oft mit Chinesisch und Japanisch in einen Topf geworfen, in den der so genannten »asiatischen Sprachen«, obwohl in Wirklichkeit das Eine mit dem Anderen gar nichts zu tun hat. Einzig (wie es natürlicherweise unter aneinandergrenzenden Sprachen geschieht) vollzieht sich ein Wortaustausch, wobei Fremdwöter in der Sprache enstehen, daher gibt es einige chinesische Wörter (mit ihrer entsprechenden Schreibweise) im Koreanischen. Das ist alles. So »asiatisch« und damit auch ikonographisch das Koreanische auch erscheinen mag ― bei der Ansicht dieses Beispiels:
스페인 왕국 독일연방공화국 유럽
―, wird es doch mit einem Alphabet geschrieben! Dies heißt Hangul und besteht aus 24 Buchstaben: 14 Konsonanten und 10 Vokale. Das Interessante daran ist, dass 2 oder 3 Buchstaben sich stets zu einem Silbenblock zusammensetzen, z. B.:
- »Ameise« heißt auf Koreanisch »kemi«, d. h., 4 Buchstaben, die in 2 Blöcken zusammengesetzt sind: 개미(개= ke/ge, 미= mi). Das dem Laut [k/g] entsprechende Zeichen ähnelt etwas unserem großen »J«. Und was aussieht wie ein »H« wird [e] gesprochen; das kleine Rechteck ist ein [m] und das große »I« wird tatsächlich [i] ausgesprochen. So wird »JH□I« also »kemi« ausgesprochen und heißt »Ameise«.
- «개» [ke/ge] alleine bedeutet »Hund«. Welche Beziehung diese beiden Tiere wohl miteinander haben…
- Mein Name [transkribiert] ergibt: 알렉산데르, d. h. 알= al/ar, 렉= lek/rek, 산= san, 데= de, 르=r/l.
- Die Beispielwörter von oben bedeuten übrigens: a) Königreich Spanien (스페인= s-pei-in, seinerseits eine Transkription aus dem Englischen, wie unschwer zu erkennen ist), b) Bundesrepublik Deutschland (독일= dog-il = deutsch) und c) Europa (유럽= yu-rop, ebenso aus dem Englischen).
- Die ersten 5 Zahlen (wie sie heißen und ausgesprochen werden): 1 일 [il], 2 이 [i], 3 삼 [sam], 4 사 [sa], 5 오 [o].
Andere Anmerkungen/Legenden:
- Das typisch asiatische Merkmal nicht zwischen [l] und [r] unterscheiden zu können trifft auch bei den Koreanern zu. Der einzige Unterschied, den sie machen, ist, dass [r] im Silbenanlaut und [l] im Auslaut gesprochen wird.
- Genauso wenig existieren die labiodentale Frikative [f] und [v], deshalb werden sie gleich dem [p] ausgesprochen: Pie sper!
- Die stimmlosen Plosive [p/t/k] verfließen außerdem mit den stimmhaften [b/d/g].
- Je nachdem, an welcher Stelle sich ein Buchstabe innerhalb eines Silbenblocks befindet, kann er etwas anders aussehen, z. B. der Laut [k/g], siehe dazu den Anfangsbuchstaben des Wortes »Hund«: 개 (das etwas unserem großen »J« ähnelt) sieht in meinem Namen im Silbenauslaut so aus (als hätte man es ganz umgedreht, oder ihm seine Verlängerung nach unten abgeschnitten): 렉.
- Die Vokale im Silbenanlaut haben vor sich stets einen kleinen Kreis: i (이, so heißt auch 2), o (오, bedeutet auch 3).
- Das Koreanische bildet keine Sprachfamilie mit Chinesisch und Japanisch. Die große Anzahl chinesischer Sprachen, die man dort spricht, bilden eine eigene Gruppe. Japanisch und Koreanisch werden normalerweise als isolierte Sprachen angesehen, d. h., es konnte keinerlei Verbindung zu anderen Sprachen hergestellt werden. Es wurden jedoch Versuche unternommen, das Koreanische mit den altaischen Sprachen (wozu auch Türkisch gehört) in Verbindung zu bringen.
- Da die vielen Vokale des Koreanischen nur schwierig in die lateinische Schrift zu übertragen sind, kann es leicht zu einer falschen Aussprache kommen. Die Hauptstadt Südkoreas z. B., Seoul (서울), wird korrekt nicht [se-'ul] sondern [so-'ul] ausgesprochen , da das »e« stumm ist (wie in »Hang(e)ul«, dem Namen des koreanischen Alfabets, der in der obigen Abbildung zu sehen ist).
Und so kehren wir wieder zurück zum Anfang. Zum Schluss noch eine vielsprachliche Liste von Tieren, um zu sehen, wie sie auf Koreanisch, Russisch, Griechisch usw. heißen. Viel Spaß!
(Photo from Wikipedia article “Hangeul”.)

Me gusta como escriben, quisiera aprender.
A mí también me encanta. Para aprender su alfabeto, primero su lectura, te recomiendo el artículo al que enlazo más arriba (http://es.wikipedia.org/wiki/Alfabeto_coreano); si bajas un poco, verás una tabla en la que figuran todas las letras.
En segundo lugar, para aprender a leer y reconocer palabras enteras, te recomiendo (también) Wikipedia, pero artículos importantes como «España» (o un país latinoamericano), «español» (idioma español) o «Corea», donde puedes cambiar directamente al coreano (한국어 [han-gug-o] en coreano, en la columna de la izquierda) para que intentes tú mismo reconocer palabras.
He aquí una tabla que muestra las combinaciones de las letras en bloque, tal como le he explicado más arriba: http://www.geocities.com/athens/academy/9594/hangul.gif.